2005-02-28

the blog - new mass media?

Good evening everybody!

Well, I don’t know how to start...

I recently “discovered” an article about blogs, which now sounds very boring...

Unfortunately, it’s in German, but I think for all those, who are interested in new Media this might be interesting and useful...

The message: The blogs are going to conquer the Internet! Blogs are the media of our future! They appeal to thousands of people, everyone can interfere and everyone can read... webloggs are going to replace talk shows, chat rooms and they have power concerning their influence on the public opinion...

Excerpt from FOCUS January 31st 2005:

Die WWW-Anarchisten

Mächtige Meinungsführer oder selbstverliebte Spinner? Weblogger stürmen das Internet

Der Doktor der Soziologie trägt eine gelbe Kutte mit chinesischen Zeichen und hat sich einen Spitzbart ans Kinn gemalt. Gleich wird er in einen Schokokuss beißen. So war das damals beim Fasching in der Grundschule, wie das Foto auf dem Weblog Schmidtmitdete.de dokumentiert. Für die Internet-Gemeinde hat der inzwischen 32-jähreige Jan Schmidt auch das Treffen beim Ortsverband der SPD und seine Erlebnisse eines Abends in einer Wiener Eckkneipe ins Netz gestellt. Im „Franz-Josef-Stüberl“ programmierte er fünf Musiktitel in die Jukebox. Doch statt „Heart of Glass“ von Blondie dudelte das blöde Ding „Ganz in Weiß“ von Roy Black. Nur, wen interessiert so etwas?

Tausende.

Jan Schmidt ist nicht nur selbst ein so genannter Weblogger, sondern zudem Weblog-Experte an der Uni Bamberg. Seit die Blogger im Dezember das Image des deutschen Handy-Klingelton-Verkäufers Jamba ramponierten, ist der Wissenschaftler ein gefragter Mann, soll einem staunenden Publikum erklären, was da eigentlich vor sich geht.

Weblogs sind zunächst persönliche Websites mit regelmäßig aktualisierten Einträgen. Log steht dabei für Logbuch. Ähnlich einem Kapitän auf See manövriert der Weblogger, kurz: Blogger, durch das Datenmeer und kommentiert Gesehenes, setzt Links und Querverweise für seine Leser. Je nach Vorliebe entstehen Web-Auftritte mit verschiedenen Schwerpunkten, etwa Fach-Blogs, Fan-Blogs, Tsunami-Blogs oder Moshammer-Blogs. Der Macht der Blogger für die Meinungsbildung im Web resultiert aus der Vernetzung ihrer Blogs – genannt: Blogosphäre. Mitunter jagen Blog-Einträge wie Springfluten durch das Netz.

Wellen im Web. „Die Weblogger haben eine kritische Masse erreicht“, meint Wissenschaftler Schmidt. Soll heißen: Die Schätzungsweise 100 000 deutschen Weblog-Betreiber – und alle 30 Sekunden kommt ein weiterer hinzu – sind inzwischen im Internet meinungsbildend. Schießt sich die sendungsbewusste Szene auf eine Firma oder ein Faktum auf einem Weblog ein, erkennt die Suchmaschine Google die erhöhte Relevanz. Prompt stuft sie die betreffende, stark verlinkte Seite auf der Liste der Suchergebnisse weit nach oben. Im Fall Jamba spuckte Google die imageschädigende Kritik des Weblogs Spreeblick.de an ihrer angeblichen „Taschengeld-Abzocke“ wochenlang gleich hinter der Firmen-Homepage aus. Dort war man machtlos.

Eher aufklärerisch als angriffslustig bekrittelte Spreeblick.de Mitte Dezember die Jamba-Methoden: „Sie tun einfach nur so, als ob sie euch Klingeltöne verkaufen. In Wirklichkeit verkaufen sie euch ein immer weiterlaufendes Abonnement für ganz viele Klingeltöne.“ Binnen weniger Stunden verwiesen Hunderte von Bloggern auf Johnny Haeuslers Kommentar. Das Blog des Kreuzbergers schnellte in die Spitze des Google-Rankings. Jamba-Sprecher Tilo Bonow redete das Phänomen klein: „ Viele Blog-Artikel wirken unorganisiert und vom Niveau her sehr flach.“ Weshalb man nicht zwingend darauf reagieren müsse. Tatsächlich?

In den USA avancieren die Blogger zur fünften Gewalt im Staat. Das Magazin „Time“ beschwört „das goldene Zeigalter des Blog“, und „Newsweek“ fragt: „Werden die Blogs die alten Medien vernichten?“ Acht Millionen Amerikaner schreiben regelmäßig Internet-Tagebücher, 32 Millionen lesen sie, so eine Umfrage. Populär wurde das Weblogging dort nach den Terroranschlägen des 11. September 2001. Statt der dauerwiederholten TV-Bilder wichen die Zuschauer auf gefühlsbetonte Augenzeugenberichte im Internet aus. Nach gleichem Strickmuster etablierten sich während der Kriege in Afghanistan und im Irak die War-Blogs.

Der Boom blieb den amerikanischen Politikern und Werbetreibenden nicht verborgen. So luden die Parteien die Blogger während des Präsidentschaftswahlkampfs zu den Veranstaltungen ein und ließen sie berichten. Die US-Werbeindustrie beschert inzwischen einigen von ihnen per Online-Anzeige ein kleines Einkommen. Denn Blog-Leser sind längst keine Teenies mit leeren Taschen mehr. Nach einer US-Studie verfügen fast 40 Prozent über ein Jahreseinkommen von mindestens 90 000 Dollar und sind zu 61 Prozent älter als 30.

Unbekannte deutsche Szene. „Im Wesentlichen sind das ganz normale Leute“, glaubt der Dresdner Blogger Martin Röll, 24. Spätestens seit sich unter Blogger.de oder Weblog.freenet.de im Handumdrehen ein Weblog einrichten lässt, sind die 500 Freaks, die vor zwei Jahren in Deutschland starteten, in der Minderheit. Mit stoppelbärtigen Jogginghosenträger, die vom Küchentisch aus Verschwörungstheorien in die Welt blasen, hat das nichts mehr gemein. Vier von fünf Bloggern, so Experten, dichten eher für den Privatgebrauch (...)

In diesem unübersichtlichen Umfeld haben sich gut ein Dutzend Meinungsführer herausgebildet. Immer wieder filtern und kommentieren die stark vernetzten Blog-Aktivisten Nachrichten, die sie im Netz aufspüren. Die Kommentatoren, mitunter Journalisten und Wissenschaftler, verstehen sich als kritisches Korrektiv zur veröffentlichten Meinung. Deren Stärke: Lesernähe, Unabhängigkeit, persönliche und eindeutige Stellungnahmen.

Jüngst bekam dies der Privatsender SAT.1 zu spüren. Vor zwei Wochen strahlte die Wissenschaftssendung „Planetopia“ den Beitrag „Die Blogger kommen“ aus und zitierte darin den Berliner Blogger-Pionier Jörg Kantel, der seit Februar 2002 den Schockwellenreiter.de verantwortet. Als der 52-Jährige seine Zitate verstümmelt glaubte, wetterte er öffentlich: „Planetopia lügt!“ Sofort bekundeten täglich 15 000 Surfer auf Schockwellenreiter.de ihre Solidarität, listete die Blogg.de-Top-Liste die Seite des EDV-Experten auf Platz eins und Google beim Stichwort „Planetopia“ seine Schmähkritik auf Platz zwei.

Dreimal darf man raten, was wohl passiert, sollte Kantel diese Geschichte nicht gefallen. (...)„Demokratisierung der Medien“ und „Anarchie von unten“ nennt Kantel das. (...)
Die Macht der Tagebücher. „Viele Unternehmen beobachten Blogs systematisch, um negative Entwicklungen zu erkennen“, sagt der Geschäftsführer des Blog –Experten 21 Publish. Denn Blogger reiften zur „Meinungsmacht, die unangenehm werden dann.“ Giganten wie Media Markt, Saturn, Ikea und Philips haben die Meinungsmacher unter den Bloggern längst auf ihrem Radar. Zudem nutzen immer mehr Firmen die Blogs, so Web-Spezialist Klas Eck, 40, aus München, „Für die interne Projektarbeit und die externe Imagepflege von Unternehmen und Produkten.“ Blogs erweisen sich als einfache, billige und schnelle Möglichkeit, um ein großes Publikum zu erreichen. Umgekehrt lässt sich etwa per Blogstats.de leicht prüfen, wie es um den Firmenruf in der Blogosphäre bestellt ist. Nicht jeder Beitrag ist es allerdings wert, gelesen zu werden. Manchmal lauern im Internet – Gestrüpp „Trolle“ – Blogger, die über alles und jeden stänkern. „Diese Paranoiden“, sagt Eck, „sollte man einfach ignorieren.“ Ein Blog sei eben nur so gut wie sein Blogger.

Mit der Flutkatastrophe in Asien kam Bewegung in die deutsche Blogger-Gesellschaft. Damals bewies die Szene, was sie kann – nämlich schnell und hautnah aus den Tsunami-Gebieten berichten. Während die Berufsreporter am Flughafen saßen, richteten Printmedien, Radio- und TV-Sender wie die Deutsche Welle und das ZDF eilig Blogs ein und nutzten die Am-Ort-Privatiers für ihre Recherche. Erstmals mischten sich hierzulande traditionelle Medien und Blogs.

Doch eine Kulturrevolution, wie von Bloggern prophezeit, wird es wohl nicht geben. „Blogs können den traditionellen Journalismus ergänzen“, glaubt Blog-Experte Schmidt. Mehr nicht. Und so reift das Gemisch aus Leserbrief, Presseschau und Tagebuch zur ersten eigenständigen journalistischen Online-Form heran, mit der „viele derzeit herumexperimentieren“, so Schmidt. Wie das aussehen kann, zeigt Schmidts eigener Blog. Fachliches und Persönliches fließen ineinander. Wissenschaftliche Blog-Studien und private Faschingsfotos passen nach Meinung der modernen Kommunikatoren eben sehr wohl zusammen.

Hey, that’s it..

What do you think? Do you think Blog supervisor could be a profession of the future?

Do you think there will be manipulation by the media via Blog?

Have a nice week, Caro :-)

PS. Mr. Ringeisen, I hope it is ok to put a German text into this blogg...?

2005-02-26

The Crucible

Hi!
Today I reread some parts of "The Crucible". In my opinion there are some very interesting scenes in it. I think, especially the way John Proctor thinks is remarkable. He doesn't want to save his life, but his reputation is more important for him.
Apart from this, I personally am looking forward to seeing this drama at theatre. I'm wondering if the actors are able to show the emotions of the characters.
Have a nice weekend!
Maria

2005-02-25

Something wicked this way comes...

Hey you!

Are you interested in Harry Potter and/or the Lord of the Rings? Then I have two nice links for you!

The first one:
http://kittyconfused.proboards38.com/index.cgi?action=logout
This is for the Harry Potter-fans! Register and then get sorted into a house in the Great Hall! We still need members! You can be teacher or get another job and chat about Harry Potter!

The other link:
http://gondorshope.proboards40.com/index.cgi
For all the Ringies among you! You have to register and then get into a kingdom! You can decide if you want to be a Hobbit, an Elf, a Man or a creey and evil creature from Mordor! There are many interesting threads and theories about the books and the films!

Greetings from Ina

2005-02-12

The New York Times's feature page: ARTHUR MILLER (1915-2005)

If you click on the link below, you'll get to a page where the NYT lists numerous articles on Arthur Miller. You should at least read two of them (your choice).

The New York Times > Theater > News & Features > ARTHUR MILLER (1915-2005)

2005-02-06

Ever read a fanfic?

Hey everybody!

Have you ever read fanfiction? Fanfics are stories written by fans about a book, film, etc.
They are no comments, but stories that tell you more about the characters that you like very much.
You could write about the adventures of the characters after or before the book, for example.
Fanfics have nothing to do with the real authors of the books, they come from the imagination of the fans.

Interested? Then go to:
http://www.fanfiction.net/

There, you can find many fanfics in foreign languages and in German, too. They are about books, films, cartoons, etc.

Enjoy yourself!

Ina